Robinson Jeffers war in der ersten Hälfte des 20.  Jahrhunderts in den USA der bedeutendste Dichter. Durch seine Kritik an einem Humanismus, der den Menschen als „Krönung der Schöpfung“ sieht, machte er sich unbeliebt. Die Philosophie, die er darauf aufbaute, nannte er „Inhumanismus“. Dadurch setzte er sich verheerenden Missverständnissen aus.

Ich stieß in den 60er Jahren auf seinen Gedichtzyklus „Descent to the Dead“. Jeffers hatte ihn 1931 nach einer Reise durch Irland und Groß Britannien veröffentlicht. Er hatte sich von den dortigen Steinzeitgräbern inspirieren lassen. Fasziniert von der sprachlichen Farbe und Musik habe ich versucht, die Gedanken und Stimmungen dieser Gedichte ins Deutsche zu übertragen. Nach vielen Überarbeitungen habe ich sie nun gedruckt synoptisch mit den Originalen herausgegeben.